Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle (BstZ-EV)

Eine alternative Möglichkeit Energie zu speichern und im Fahrzeug mitzuführen, bietet die Brennstoffzellentechnik. Als Brennstoff wird meist Wasserstoff verwendet, der in einem Tank im Fahrzeug entweder unter hohem Druck (350 oder 700 bar) oder flüssig (bei einer Temperatur von weniger als -250°C) gelagert wird. Zur Erzeugung von elektrischem Strom reagiert der Wasserstoff in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff, so dass neben elektrischem Strom auch reines (vergleichbar mit destilliertem) Wasser als gasförmiger Abfallstoff entsteht. Für diese Reaktion ist allerdings ein Platin-Katalysator nötig, der hohe Kosten verursacht. Ein weiteres Problem ist die Erzeugung, Verteilung und Lagerung von Wasserstoff, da hierfür große Mengen an Energie aufgewendet werden müssen. Eine ökologisch sinnvolle Nutzung von Wasserstoff-Brennstoffzellen kann vor allem durch die Koppelung der Wasserstofferzeugung an erneuerbare Energien stattfinden. Allerdings werden auch andere Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff erforscht, zum Beispiel die Kohlevergasung. Da ein Brennstoffzellenfahrzeug in jedem Fall nicht direkt mit Strom aus dem Netz betankt wird, fallen solche Fahrzeuge, ebenso wie gewöhnliche Hybrid-Fahrzeuge, nicht unter den "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" der Bundesregierung.

Da Brennstoffzellen (noch) nicht spontan auf eine plötzliche Veränderung der Leistungsanforderung beim Beschleunigen reagieren können und keine Möglichkeit bieten, rückgewonnene (rekuperierte) Bremsenergie zu speichern, besitzen Brennstoffzellenfahrzeuge in aller Regel auch eine Batterie zur Zwischenspeicherung von Energie. Diese kann wesentlich kleiner sein als bei einem reinen batteriebetriebenen Elektrofahrzeug.