Einfluss der Gesamtfahrleistung der Fahrzeuge

Die Fahrleistung eines Autos über seinen gesamten Lebensweg hat vor allem bei Elektrofahrzeugen einen großen Einfluss auf die Ökobilanz. Nur ein langes Fahrzeugleben ermöglicht  diesen Fahrzeugen, die Umweltwirkungen durch die Batterieherstellung zu kompensieren.

Die gegenüber konventionellen Pkw insbesondere durch die Batterie höhere Klimawirkung der Fahrzeugherstellung stellt heute einen relevanten „Geburtsnachteil“ des Elektrofahrzeugs dar. Dieser kann durch den effizienten Antrieb und den Einsatz erneuerbarer Energien in vielen Fällen ausgeglichen werden. Über den gesamten Lebensweg ist die Klimabilanz eines mit deutschem Strommix betriebenen und gemischt genutzten batterieelektrischen Pkw gegenüber einem Otto-Pkw bei einer Fahrleistung von etwa 100.000 km ausgeglichen (siehe Abbildung). Diesel-Pkw stoßen aufgrund ihres höheren Wirkungsgrades pro Kilometer weniger CO2 aus, die Batterieherstellung kann daher bei gemischter Nutzung gegenüber Diesel-Pkw erst ab Fahrleistungen oberhalb von 200.000 km ausgeglichen werden.

Klimawirkung von elektrischen und konventionellen Mittelklassefahrzeugen in Abhängigkeit von der Gesamtfahrleistung (IFEU 2011)

Bei Nutzung von erneuerbaren Energien (z.B. Windkraft) verbessert sich die Klimabilanz deutlich: Bereits nach etwa 30.000 km ist die zusätzliche Klimawirkung der Batterieherstellung gegenüber einem konventionellen Pkw mit fossilem Kraftstoff kompensiert (siehe Abbildung). Wichtig für die Anrechnung des Windstroms in der Bilanz des Elektrofahrzeugs ist jedoch, dass es sich um zusätzliche Anlagen handelt, die ohne den Betrieb von Elektrofahrzeugen nicht installiert worden wären.