Umweltbilanzen: Rohstoffe

Quelle: Volkswagen 2008

Materialzusammensetzung eines mittleren Pkw
(hier: Golf VI TDI)

Neben den zur Energiebereitstellung benötigten Rohstoffen (Erdöl, Steinkohle etc.) werden für Mobilität auch verschiedenste Rohstoffe im Fahrzeugbau eingesetzt. So besteht ein konventioneller Otto-Pkw z.B. zu etwa 65 % aus Stahl und Eisenwerkstoffen. Weiterhin kommen viele Polymerwerkstoffe zum Einsatz. Ein wichtiges zusätzliches Element der Elektromobilität ist die Batterie: Hier setzt sich mehr und mehr der Lithium-Ionen-Akkumulator durch, der auch im Bereich der mobilen Elektronik wie z.B. bei Mobiltelefonen, Laptops etc. eingesetzt wird. Er hat eine gegenüber anderen Technologien hohe Energiedichte und zeigt keinen so genannten Memory-Effekt, d.h. auch Teilentladung ist ohne längerfristigen Kapazitätsverlust möglich. Wichtige Rohstoffe in Lithium-Ionen Akkus sind Lithium und Kobalt.

Für die Umweltbilanz ist zusätzlich zu den eingesetzten Mengen der Rohstoffe auch ihr Umweltprofil von Bedeutung, also die mit der Bereitstellung der Rohstoffe verbundenen Umweltauswirkungen. So sind die massenmäßig dominierenden Stahl- und Eisenwerkstoffe mit relativ geringen Umweltauswirkungen verbunden. Besonders hohe Umweltauswirkungen entstehen z.B. durch Platin (verwendet vor allem in Abgasanlagen und Brennstoffzellen), aber auch durch das Kupfer in elektrischen Kabeln. Demgegenüber ist die Umweltbilanz des in Lithium-Akkus eingesetzten Lithiums und Kobalts vergleichsweise günstig.

Umweltwirkungen verschiedener Metalle (Quelle: EcoInvent 2008)